43 Prozent glauben, die Pflegepflichtversicherung übernimmt alle Kosten der stationären Pflege. Die Deutschen unterschätzen deutlich die Pflegekosten im Alter!

Laut einer aktuellen Umfrage durch Kantar Emnid im Auftrag der Postbank war fast jeder zweite Teilnehmer (43 Prozent) der Meinung, die gesetzliche Pflegeversicherung trage im Alter jegliche Kosten für Pflege und Unterbringung in einem Pflegeheim. Diese Fehleinschätzung kann für die Pflegebedürftigen und deren Angehörige im Alter teuer werden. So werden beim höchsten Pflegegrad 5 beispielsweise nur 2.005 EUR der monatlich anfallenden Kosten eines Platzes im Pflegeheim bei vollstationärer Pflege übernommen. Da sich die durchschnittlichen Kosten jedoch auf 3.722,82 EUR belaufen, bleibt eine Lücke von 1.717,82 EUR, die vom Versicherten selbst zu füllen ist. Kann dieser Anteil nicht durch die Rente gedeckt werden, müssen vorhandene Ersparnisse und Vermögenswerte eingesetzt werden. Ist Wohneigentum vorhanden, muss dieses eventuell veräußert werden. Sind schließlich alle Mittel ausgeschöpft, werden die Kinder des Pflegebedürftigen zur Kasse gebeten.

Beispiel: Die Kosten bei vollstationärer Pflege im Pflegeheim

Pflegegrad 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Durchschnittliche Kosten pro Monat* 2.068,86 € 2.487,82 € 2.979,82 € 3.492,82 € 3.722,82 €
Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung 125 € 770 € 1.262 € 1.775 € 2.005 €
Eigenleistung durch den Versicherten 1.943,86 € 1.717,82 € 1.717,82 € 1.717,82 € 1.717,82 €

* beispielhaft für ein Pflegeheim in Bayern (96123 Litzendorf)

Um die entstehenden Finanzierungslücken zu schließen, führt kein Weg an einer privaten Vorsorge vorbei. Hierbei kann zwischen einem Pflegetagegeld, einer Pflegekostenversicherung und einer Pflegerente gewählt werden. Beim Pflegetagegeld wird ein fester monatlicher Betrag vereinbart, über die der Patient frei verfügen kann. Die Pflegekostenversicherung stockt hingegen die gesetzlichen Leistungen um einen bestimmten Prozentsatz auf. Pflegerente wird in vereinbarter Höhe monatlich ausgezahlt, unabhängig von den tatsächlichen Aufwendungen.

Wir stehen Ihnen bei Fragen zum Thema gerne zur Verfügung und beraten Sie, um die finanzielle Belastung bei Pflegebedürftigkeit frühzeitig abzumildern.

Fordern Sie noch heute Ihr persönliches Angebot bei uns an. Sie erreichen uns über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 089 – 436899-0 (Büro München) bzw. 0208 – 993030 (Büro Mülheim).

Quelle: Presseinformation der Postbank vom 20.03.2019
Bild: Sabine van Erp auf Pixabay

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